Mauricio Palos

geboren 1981 in Mexiko
Lebt und arbeitet in Mexiko und den USA

Im Zuge des Projekts La Ley del Monte (das Gesetz des Berges), das in XXXX begann und noch immer läuft, dokumentiert der Fotograf Mauricio Palos das schwere tägliche Leben in Gebieten, die durch den Drogenhandel terrorisiert werden. Durch den Besuch historisch geprägter Gebiete und Regionen, die heute ihre eigene Geschichte aufbauen, möchte Palos alle Kriterien ins Bild setzen, die zu einem sogenannten 'war on drugs' führen. Er begann seine Reise im Bundesstaat Michoacan, in dem immer mehr paramilitärische Gruppen entstehen: Bewaffnete Bürger, die ihr Land gegen kriminelle Drogenorganisationen verteidigen wollen. Diese Entwicklung nutzte Palos für das weitere Erkennen der ländlichen Welt, in der agrarische Konflikte und Traumata den Geist des Kolonialismus überleben. Doch dies führte ihn auch nach Mexico-City und sogenannte sichere Gebiete, wie etwa die Halbinsel Yucatan, in der die Welt als eine 'Fern-von-meinem-Bett-Show' betrachtet wird. Dieses Projekt entstand aus einer Idee der Gewalt, resultierte jedoch in einer ethnografischen Studie des heutigen Mexikos. Jedes Foto dieser Serie kann deshalb als ein zugänglicher Mikrokosmos eines größeren, unfassbaren Problems der 'Gewalt' betrachtet werden, die durch den Drogenhandel verursacht wurde. Viehzüchter, die vor Ort ansässige Milizen anriefen, um für ihre Sicherheit zu sorgen, zehntausende junge Leute aus der #YoSoy132-Bewegung, die ihre Unzufriedenheit zu den umstrittenen Präsidentschaftswahlen äußerten, eine Hochzeitslimousine, die die von Gewalt geprägten Straßen von Ayutla de los Libres in Guerrero durchkreuzt... 

© Mauricio Palos